Häufige Fragen

Hypnose ist ein natürlicher Bewusstseinszustand, der mit tiefer körperlicher Entspannung einhergeht. In diesem Zustand ist eine erhöhte konzentrierte Aufmerksamkeit auf innere Bilder und Wahrnehmung von verdrängten Erinnerungen, Konflikten und seelischen Fehlstellungen gegeben. Außenreize werden nur vermindert wahrgenommen. Die Wachheit ist eingeschränkt, aber das Bewusstsein kann sich klar auf sonst unbewusste innerseelische geistige und körperliche Bereiche erweitern. Während der Heilhypnosesitzung übernimmt das Bewusstsein des Patienten die Rolle eines Pförtners. Hierdurch können verdrängte krankmachende Erinnerungen und Prägungen gelöst, Blockaden und alte Traumata durchbrochen und durch nochmaliges Durchleben aufgearbeitet werden. In der Folge können sich beim Patienten neue Denkmuster und Verhaltensweisen entwickeln, um künftig so zu agieren und reagieren, wie man es sich wünscht.

Generell gilt: Jeder geistig gesunde Mensch ist zu hypnotisieren, da uns der Hypnosezustand ohnehin aus Kindheit und Alltag als natürlicher Bewusstseinszustand vertraut ist.
Kontraindikationen für medizinische Heilhypnose sind: Senilität, Geisteskrankheiten wie Demenz und Alzheimer, Psychosen, Hysterie, mangelnde innere Bereitschaft sich auf die Therapie einzulassen sowie bei Kindern unter 6 Jahren.

Hypnose bei Kindern unter 6 Jahren läuft am effektivsten ab, wenn mit der Mutter gearbeitet wird. Mutter-Kind-Beziehungen haben in der Regel bei Kleinkindern die tiefgehendsten hypnosefördernden Einflüsse.
Ziel der Hypnose bei Kindern ist nicht, das Kind zu manipulieren und es nach den Wünschen der Erwachsenen „umzuformen“, sondern ihm zu helfen, sich selbst wohler zu fühlen.

Zunächst geht es um die fachliche Kompetenz. Verfügt der Therapeut über eine entsprechende fachliche Ausbildung? Daneben ist die zwischenmenschliche Kompetenz des Therapeuten, die persönliche Sympathie genauso wichtig. Jede seriöse Hypnosetherapie beginnt mit einem ausführlichen Erstgespräch, das für den Therapeuten notwendig ist, um das Gegenüber in seiner ganzen Persönlichkeit kennenzulernen und zu verstehen. Fragen des Patienten müssen ernstgenommen und geklärt werden, um Ängste und Befürchtungen auszuräumen. Die Entscheidung für die geeignete Hypnosetherapie kann nur gemeinsam getroffen werden, denn sie gelingt nur im Einverständnis und mit dem Willen des Patienten. Und natürlich unterliegt jeder seriöse Therapeut der Schweigepflicht

Die medizinische Heilhypnose hat nichts mit Showhypnose zu tun, bei der der Hypnotisierte scheinbar willenlos den Anweisungen des Hypnotiseurs ausgeliefert ist. Man sollte sich niemals von Schauhypnotiseuren als „Versuchskaninchen“ benutzen lassen. Die dort ausgeübten unsachgemäßen, nur auf Show und Effekt zielenden Überrumpelungshypnosen mit persönlichkeitsfremden Suggestionen können beträchtliche unangenehme Nachwirkungen haben.

Eine Veränderung des Charakters durch Heilhypnose ist nicht möglich, da bei einer Heilhypnosebehandlung nur die Dinge durch den Therapeuten suggeriert werden, die der Patient sich selbst wünscht. Charakterfremde Suggestionen gibt es daher nicht. Auch darin unterscheidet sich die Heilhypnose ganz stark von chemischen Arzneimitteln, die tatsächlich charakterverändernd wirken können. Daneben ist das Ziel der tiefenpsychologischen Hypnose das individuelle einzigartige ICH des Patienten aus der Sicht seines Unbewussten zu finden und zu stabilisieren; dadurch lösen sich die krankmachenden Über-ICH-Anteile auf.

Sie werden grundsätzlich immer wieder erwachen. Wenn z.B. der Therapeut vergessen würde, Sie zu wecken, ginge der hypnoide Zustand automatisch in einen normalen Nachtschlaf über, aus dem Sie immer erwachen.

Der Patient ist während der Hypnosebehandlung nicht bewusstlos wie im Schlaf, er weiß ständig, was er tut und sagt und kann dies auch beeinflussen. Wenn in der Hypnose zur Aufklärung einer Krankheitsursache Fragen gestellt werden, geschieht dies mit dem Einverständnis des Patienten, und er kann seine Antwort abwägen. Der Unterschied zum Bewusstsein außerhalb der Hypnose liegt vor allem darin, dass die Erinnerung nach und nach auch Vergessenes und Verdrängtes freigibt, Zusammenhänge, die im Unbewussten liegen und wirken, werden erkannt. Ein gutes Vertrauensverhältnis zum Therapeuten ermöglicht es, offen zu antworten, was den Erfolg einer analytischen Therapie ganz wesentlich fördert. Absicht und Aufgabe des Therapeuten liegen darin, das Lebensgeschehen tiefenspychologisch mit dem Patienten zu verarbeiten. Irgendwelche moralische Wertungen sind ausdrücklich nicht Aufgabe des Therapeuten und würden gegen einen der wichtigsten Therapiegrundsätze verstoßen. Alles in der Therapie Besprochene unterliegt der gesetzlichen Schweigepflicht, die in der Psychoanalyse mit größter Strenge allen Dritten gegenüber beachtet wird.

Klares Nein. Bei der Heilhypnose befinden Sie sich in einem vertieften Ruhezustand, in dem Sie alles um sich herum wahrnehmen, miterleben und sich auch daran erinnern können. Sie sind nicht bewusstlos. Der Patient kann klar denken und seine Umwelt registrieren. Der Patient ist jederzeit in der Lage, die Sitzung selbständig abzubrechen.

Wie bei jeder ganzheitlichen Behandlungsform, auch ohne Hypnose, entsteht im Laufe der Therapie eine erwünschte menschliche Vertrauensbeziehung zwischen Patient und Therapeut, die natürlich nicht einer Abhängigkeit gleichzusetzen ist. Bei Behandlungen in Hypnose sollte die Vertrauensbeziehung zwischen Behandler und Patient besonders tragfähig und einer Freundschaft ähnlich, nicht von Abhängigkeit geprägt sein. Als ursächliche Therapiemethode hat die lebensgeschichtliche Analyse in Hypnose u.a. sogar die Aufgabe, den Patienten von seinen Abhängigkeiten zu befreien und zur Selbständigkeit hinzuführen. Auf diesem Wege kann der Therapeut vorübergehend die Rolle einer positiven Autorität oder eines Vorbildes übernehmen, ähnlich einem „guten Vater“ bzw. einer „guten Mutter“. In der weiteren Entwicklung wird dann aber mit der Eigenständigkeit auch die Ablösung angestrebt, also auch die Ablösung von der Therapie und vom Therapeuten. Eine Abhängigkeit ist in der Hypnosetherapie daher nicht nur unerwünscht, sondern würde dem Therapieziel entgegenstehen.

Hier gibt es keine Vereinheitlichung; es ist immer eine individuelle Entscheidung und hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie Gesundheitszustand, Symptome, Lebensumstände, Alter, aber auch Motivation und Bereitschaft sich auf den Weg der Heilhypnose zu machen. Die Häufigkeit und die Gesamtzahl der Sitzungen richten sich nach der jeweils gewählten Therapieform. Deshalb ist das ausführliche Erstgespräch auch so wichtig, um gemeinsam mit dem Patienten abzuklären, welche der unterschiedlichen Hypnosetherapien für ihn ganz persönlich die Geeignete ist. Meine tiefenpsychologisch analytischen Hypnosesitzungen laufen immer nach einem festen Schema ab: Zunächst beginne ich mit der Einleitung als Ritual, danach erfolgt der Dialog zwischen mir und dem Patienten zu Analyse, Akzeptanz/Aussöhnung, Ablösung und Anwendung. Die Ausleitung als Ritual beschließt die Sitzung.
In der Regel wird zu Beginn der Behandlung 1x wöchentlich oder 14-tägig therapiert, anschließend variiert der Turnus individuell. Eine Hypnose dauert durchschnittlich zwischen 30 und 60 Minuten, das dazughörige Vor- und Nachgespräch je ca 15 Minuten. Die Gebühr für eine Sitzung beträgt 90 Euro pro Zeitstunde, je weiterer angefangener halben Stunde 45 Euro. Ich nehme mir für Sie gerne Zeit und lege meine Termine in der Regel im Abstand von 2 Zeitstunden, sodass ich individuell auf das Zeitbedürfnis meiner Patient/innen eingehen kann.

Das Erstgespräch mit Beratung kostet 135 Euro und dauert je nach Bedarf 90 bis 120 Minuten.

Bitte beachten Sie: Vereinbarte Termine, die nicht 24 Stunden vorher abgesagt wurden, werden in voller Höhe von 90 Euro berechnet. Bei Terminabsage zwei Werktage vorher fallen Kosten von 60 Euro an.

Dies gilt auch im Krankheitsfall.

Die tiefenpsychologische Hypnosetherapie wird in der Regel nach den Gebührenordnungen der in diesem Bereich tätigen Heilberufe (Ärzte, Heilpraktiker, Psychologen) abgerechnet. Auch andere Vereinbarungen sind möglich. Ob die Krankenversicherung im Einzelfall ganz oder teilweise für die Hypnosetherapie aufkommt, klären wir vor Beginn der Therapie. Die Regelungen sind vor allem bei privaten Versicherungen sehr unterschiedlich. Ich berate Sie diesbezüglich gerne.